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Erblicher bedingter Haarausfall (Alopecia androgenetica, androgenetische Alopezie)
Erblich bedingter Haarausfall (androgenetische Alopezie) ist bei vielen Männern ein typisches Zeichen des Alterungsprozesses. Meist lichten sich die Haare an Schläfe und Stirn, dann werden schwache, trockene Haare am Hinterkopf dünner. Nach und nach sterben die Haarwurzeln ab, bis letztendlich eine Glatze entsteht.

Bei vielen Männern, mit hormonellem Haarausfall, beginnt dieser Prozess bereits im frühen Alter zwischen 20 und 25 Jahren. Der erblich bedingte Haarausfall kommt bei Frauen weniger vor. Nur 10 % der Frauen verlieren ihre Haare vermehrt, aus hormonell erblichen Gründen, vor den Wechseljahren. Nach den Wechseljahren bei Frauen steigt der Anteil auf ca. 20-30 %.

Erblich bedingter Haarausfall

Vorallem ist der Bereich des Mittelscheitels betroffen. Erblich bedingter Haarausfall (androg. Alopezie) ist nicht mit einer Krankheit gleichzustellen, trotzdessen kann der Zustand das Selbstwertgefühl vieler Frauen und Männer beeinflussen.

Ursachen bei erblich bedingtem Haarausfall

Die erblich bedingte Haarausfall Ursachen bei Männern ist die erhöhte Empfindlichkeit der Haarfollikel gegenüber einer bestimmten Form des männlichen Hormons Testosteron (Sexualhormon-Dihydrotestosteron, DHT) und eine erhöhte Enzymproduktion eines bestimmten Enzyms, die 5α Reduktase – in der das Testosteron in diese DHT-Form umwandelt wird.

Die Erbanlagen bestimmen in diesem Fall die vermehrte Empfindlichkeit auf DHT und die Menge der Enzyme in den Haarwurzeln und Follikeln der Kopfhaut. DHT schränkt die Wachstumphase, in den Follikeln, ein und verursacht das die Haare kürzer und dünner werden und vermehrt ausfallen.

Fazit

Männliche Hormone werden auch Androgene genannt, so wird der erblich bedingte Haarausfall auch als androgenetische Alopezie bezeichnet!

Erblich bedingter Haarausfall – Symptome

Folgende Syptome sind häufig beim genetisch bedingten Haarausfall (androg. Alopezie) zu erkennen:

  • meist schleichender Beginn
  • Haare werden (an bestimmten Stellen) dünner
  • Haardichte nimmt ab, trockene Stellen
Erblich bedingter Haarausfall

Ärzte unterscheiden zwischen erhöhtem Haarausfall (Effluvium) und sichtbarem Haarausfall (Alopezie). Wie viele Haare Frauen und Männer dabei verlieren und in welchem Zeitraum das passiert, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich – vorallem unterscheidet sich die Erscheinung bei Frauen und Männern.

Ablauf

Bei Männern bilden sich am Anfang meist Geheimratsecken (Haarausfall an Stirn und Schläfen) anschließend ensteht eine Stirnglatze. Als nächstes entsteht eine Tonsur (Haarausfall am oberen Hinterkopf – im Wirbel bzw. Vertexbereich). Demzufolge können weitere kahle Stellen entstehen bis letztendlich ein Haarkranz auf der Kopfhaut entsteht.

Erblich bedingter Haarausfall

Zu beachten ist jedoch, dass nicht jede Geheimratsecke zwingend auf eine Glatze zusteuert.

Es gibt junge Männer in den Zwanzigern mit völligem Haarverlust (Glatze), während Herren mit 70 ihr volles Haar präsentieren. Nur ein Fünftel der Männer verlieren ihre Haare vermehrt am Mittelscheitel, während die Haare am Hinterkopf sowie an den Schläfen ihre Dichte beibehalten.

Ablauf bei Frauen

Frauen hingegen verlieren ihre Haare meistens im Mittelscheitelbereich. Kahle Stellen sind eine Seltenheit, jedoch werden schwache, trockene Haare immer dünner bis man die Kopfhaut sieht. Bei einigen Frauen kann man bei ähnlichem Haarausfallverlauf eine Tonsur und Geheimratsecken erkennen, diese sind jedoch keines fall so ausgeprägt ist wei Männern.

Fazit

In der Medizin wird der Verlauf vom genetisch bedingten Haarausfall, bei Männern, in 7 Phasen eingestuft. Der Verlauf vom Normalzustand (Phase 1) bis zur Glatze bzw. Vollglatze (Phase 7), siehe auch (Hamilton-Norwood-Schema). Bei Frauen unterscheiden Mediziner jedoch den Verlauf mit nur 3 Phasen.

Psychische Folgen beim genetisch bedingten Haarausfall

Erblich bedingter Haarausfall (androg. Alopezie)  ist ein normaler Prozess und keine Krankheit. Trotzdessen ist das für viele Frauen und Männer eine psychische Belastung. Dichtes und gesundes Haar verbindet man in der Gesellschaft oft mit Attraktivität und Gesundheit.

Dadurch fühlen sich diejenigen Frauen und Männer, die von Haarausfall betroffen sind, weniger attraktiv und gesund. Das gilt nicht nur für Frauen, auch Männer leiden psychisch unter Haarausfall und würden gern den (Haarausfall)-Verlauf stoppen.

Therapie vom genetisch bedingten Haarausfall

Bei einem Haarverlust von mehr als 100 Haare pro Tag – und gleichzeitig mehr Haare ausfallen als nachwachsen, kann man von einem Haarausfall sprechen. Um eine genaue ärztliche Haarausfall  Diagnose zustellen, benötigt der Arzt in der Regel weitere Informationen wie Dauer, Ursachen und Verlauf des Haarverlustes, Vorerkrankungen, Infektionen sowie aktuelle Medikamentenanwendung.

Erblich bedingter Haarausfall

Genetisch bedingter Haarausfall ist leicht zu diagnostizieren, je nachdem, wo er auftritt. Ursächlich ist erblich bedingter Haarausfall keine Krankheit, weshalb aus rein medizinischer Sicht kein Behandlungsbedarf beim Haarausfall besteht.

Der Haarausfall ist jedoch für viele Frauen und Männer eine psychische Belastung. Deshalb werden für Frauen und Männer viele Produkte bereitgestellt, um betroffenen Menschen zu helfen.

Fazit

Für einige Haarausfall Mittel gibt es jedoch keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass die Inhaltsstoffe Haarverlust verhindern und sogar neues Haar wachsen lassen können.

Therapie bei Männer beim genetisch bedingten Haarausfall

Zwei Wirkstoffe, Finasterid und Minoxidil, sind bei erblich bedingten Haarausfall zugelassen. Des Weiteren können auch Nahrungsergänzungsmittel angewendet werden. Ein Therapieerfolg ist jedoch nicht garantiert.

Die Wirksamkeit dieser Haarausfall Mittel schlägt allerdings erst nach einigen Monaten an. Im Falle eines Thearpieabbruchs, fallen die Harre wieder aus, und der “Normalzustand” kehrt wieder ein.

Therapie mit dem Haarausfall Mittel Finasterid

Der Haarausfall kann auch mit dem Haarausfall Mittel Finasterid behandelt werden – Finasterid dringt in den Umwandlungsprozess des männlichen Hormons Testosteron ein. Fachärzte empfehlen in der Regel, bei der Behandlung mit dem Haarausfall Mittel Finasterid, eine Pille/Tag. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt.

Nebenwirkungen – Vor der Anwendung den Arzt fragen

Finasterid wird auch im Rahmen einer Prostatabehandlung, höherdosiert, eingesetzt. Folgende unschöne Nebenwirkungen können bei der Behandlung mit dem Haarausfall Mittel Finasterid auftreten:

  • verminderte Libido
  • Impotenz (auch mehrere Jahre nach dem Therapieabschluss mit Finasterid – ca. 1% der Männer davon betroffen)
  • Erektionsstörungen (erektile Dysfunktion)
  • Ejakulationsstörungen
  • Berührungsempfindlichkeit der Brust
  • Brustvergrösserung
  • Hautausschlag

Das Haarausfall Mittel Finasterid ist keineswegs! für Kinder, Jugendliche und Frauen geeignet! Deshalb empfiehlt es sich vor Anwendung von Finasterid einen Arzt zu fragen.

Therapie mit dem Haarausfall Mittel Minoxidil

Minoxidil: Dieser Wirkstoff (Antihypertonikum-Blutdricksenker) wird bei genetisch bedingtem Haarausfall, zur äußerlichen Behandlung der Kopfhaut, verschrieben. Die Dosierung variiert je nach Geschlecht. Anwendungungsempfehlung der Lösung (auch als Schaum erhältlich) – Ca. 2-3 mal/Tag auf die Kopfhaut auftragen.

Nach Beginn der Haarausfall Therapie mit Minoxidil kann eine Erstverschlimmerung auftreten und die Haare können in den ersten Wochen verstärkt ausfallen. Kein Grund zur Panik – mit der Zeit lässt dieses Haarausfall Phänomen nach.

Es kann einige Monate dauern bis man eine positive Wirkung erkennen kann. Häufige Nebenwirkungen sind u.a. – JuckreizKopfschmerzen. Zur Beachtung: Minoxidil wirkt gefäßerweiternd (Vasodilatator) und gilt auch als Blutdrucksenker.

Behandlung mit Alfatradiol

Alfatradiol: Der Wirkstoff wird meist 1mal/Tag äußerlich, als Lösung, aufgetragen. Mögliche Nebenwirkungen sind lokale Reaktionen auf der Kopfhaut. Der Behandlungserfolg beim Haarausfall hängt stark vom Zeitpunkt des Behandlungsbeginns ab! Also, je schneller, desto besser heißt hier das Erfolgsrezept.

Sobald sich kahle Bereiche gebildet haben, ist es fast unmöglich, die abgestorbenen Haarwurzeln zu reaktivieren.

Haartransplantation

Am Hinterkopf beibt meist noch dichtes Haar übrig, diese können an andere Kopfbereichstellen eingepflanzt werden. Die Haartransplantation wird von spezialisierten Dermatologen, in einer speziellen “Hair-Clinic” durchgeführt. Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie unter Haartransplantation.

Therapie bei Frauen bei genetisch bedingtem Haarausfall

Haarausfall bei Frauen kann verschiedene Ursachen, wie z.B. Schwangerschaft (Eisenmangel) und/oder Schilddrüsenfunktionsstörungen, haben.

Nach Klärung der Ursachen ist die Therapie bei Frauen, gegen genetisch bedingtem Haarausfall, die selbe wie bei Männern und das Prinzip ist auch gleich, je früher der Therapiebeginn, desto Größer sind die Erfolgschancen bei Frauen.

Minoxidil

Die Minoxidillösung, (etwa 2%) wird zweimal täglich auf die Kopfhaut aufgetragen. Untersuchungen zufolge kann dies den Prozess des Haarausfalls, bei Frauen über 18 Jahren, verhindern und die Dichte des Haares verbessern.

Erblich bedingter Haarausfall

Es wird oft beobachtet, dass das Frauen Haar einige Wochen nach Beginn der Behandlung stärker ausfällt und dieser Effekt mit der Zeit wieder verschwindet. Südländische Frauen sollten bei der Anwendung von Minoxidil besonders vorsichtig sein.

Dieser kann eine Reaktion, mit vermehrten Haarwuchs im Gesicht, auslösen. Aus diesem Grund sollten Frauen, vor der Anwendung von Minoxidil, einen Arzt konsultieren.

Antiandrogene

Wie z.B. Cyproteronacetat, Spironolacton, Dienogest, Drospirenon, Chlormadinon. Diese Wirkstoffgruppe der Antiandrogene werden ebenfall bei genetisch bedingtem Haarausfall eingesetzt. Diese werden nur für Frauen mit Vermännlichungserscheinungen (Androgenisierungen), verabreicht.

Die Wirkstoffe werden mit kontrazeptivem Östrogen (empfängnisverhütenden Östrogenen) wie Ethinylestradiol in Kombination (wie andere Verhütungsmittel) oral von Frauen eingenommen.

Estradiol-Haarspiritus: Lösungen mit Alfatradiol, 5α-Reduktasehemmer, sind im Handel erhältlich. Über die Wirksamkeit gibt es keine Informationen.

Alternative Therapien – Tipps bei erblich bedingtem Haarausfall

Thymuspräparate als Shampoo: Wie z.B. Thymuskin wird hauptsächlich in Form von Shampoo verwendet.

Vitamin H: Biotin (Vitamin H) kann in Form von Tabletten und Kapseln eingenommen werden und soll das Haarwachstum und die Haarstruktur verbessern. Zur äußerlichen Anwendung empfiehlt sich Biotin Shampoo.

Erblich bedingter Haarausfall

Präparat-Mischungen: Eine Präparatmischung aus mehreren Nähstoffen, wie z.B. B-Vitamine und Cystin sind in Form von Kapseln oder als Shampoo erhältlich. In einigen Fällen wurde eine klinische Wirksamkeit nachgewiesen, bei einigen Produkten jedoch nicht.

Naturheilmittel – Tipps bei erblich bedingtem Haarausfall

Klettenwurzelöl: Dieses Öl kann die Durchblutung der Kopfhaut und Haarfollikel verbessern und das Wachstum neuer Haare anregen – Anwendung: Klettenwurzelöl (am Abend) anwärmen und in die

Erblich bedingter Haarausfall

trockene Kopfhaut einmassieren. Zum Schutz der Bettwäsche empfehlen wir die eingeölten Haare mit einem Handtuch einzuwickeln – postiver Nebeneffekt: die Wirkung des Öl´s wird durch diese Maßnahme erhöht!

Sägepalmenextrakt: Dieser wird aus den Sägepalmen-Früchten dieser Pflanzen gewonnen. Der Extrakt ist in Form von Tabletten und Lösungen erhältlich. Sägepalmextrakt soll sowohl bei erblich bedingtem Haarausfall als auch bei Prostatabeschwerden, wirken.

Vorbeugung bei erblich bedingtem Haarausfall

Erblich bedingter Haarausfall lässt sich nicht vermeiden. Es gibt jedoch einige Tipps zum Thema Haarpflege, diese Ihnen helfen können. Diese Tipps verhinden zwar nicht den Haarausfall, helfen und schützen aber davor, zusätzlich Haare zu verlieren – wie so oft das beim Kämmen oder im Badezimmer vorkommt.

Tipps die helfen können

Diese sind:

  • Sparsamer Umgang mit Shampoo – nach der Haarwäsche immer gut ausspülen!
  • Bei Haarpflegeprodukten und Shampoo auf die Verträglichkeit achten und somit die Kopfhaut schonen! Ggfls. in der Filiale fragen und beraten lassen.
  • Heißföhnen möglichst vermeiden – Haare auch mal an der Luft trocknen lassen!
  • Das Haar nicht zu oft mit chemischen Tönungs-und Färbemitteln belasten!
Erblich bedingter Haarausfall
  • Vermehrtes (Haare-) Bleichen, Dauerwellen, Glätteisenverwendung strapaziert das Haar!
  • Gönnen Sie ihren Haaren ab und zu mal Spülungen und Haarkuren – (hilfreich auch gegen trockene Kopfhaut).
  • Verwenden Sie Bürsten mit abgerundeten Borsten und Kämme mit Zinken, die weit voneinander entfernt sind.